Konzeption des Hortes der ev. Werkstattkita Villa RingelWerk

Vorwort

Unsere Hortkonzeption richtet sich an die Eltern und alle Interessierten, um ihnen einen Einblick in unsere Arbeit zu geben. Sie vermittelt die organisatorischen und strukturellen Gegebenheiten unserer Betreuung.

 

Entsprechend der gesetzlichen Grundlagen des Kinder- und Jugendhilfegesetzes und dem Niedersächsischen Kindertagesstättengesetz gehören wir zum Ev. Kindergarten „RingelWerk“.

 

Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit mit den Kindern und ihren Familien.

 

Ihr Kind soll sich in unserer Einrichtung wohl fühlen!

 


Träger der Einrichtung

Evangelische Kirchengemeinde St. Johannis Baptista

Villa RingelWerk

Evangelische Werkstattkita in Ringelheim

Am Friedhof 9

38259 Salzgitter - Ringelheim

 


Unser Hort stellt sich vor

Wir bieten einen Lebens- und Erfahrungsraum für Schulkinder der Grundschule Ringelheim von Klasse 1 bis Klasse 4. Unsere familien- und schulergänzenden Aufgaben leiten sich ab aus dem Bedarf, der zwischen Schule und Elternhaus steht.

 

Der Hort befindet sich in separaten Räumen, dem "blauen Haus", das sich auf dem Gelände der Grundschule Ringelheim befindet, mit zwei Gruppenräumen, einer Küche mit Eßbereich, Toiletten getrennt für Mädchen und Jungen, Garderobe mit Schulranzenfächern, Personal-/Büroraum und einem Flur. Der im Gebäude befindliche Klassenraum steht für die Hausaufgabenzeit zur Verfügung.

 

Das Außengelände/der Schulhof steht uns zusätzlich als Spielfläche zur Verfügung, mit Rasenfläche und Kletter- Schaukelgeräten auf einer großen Sandfläche. Vier mal in der Woche kann die Turnhalle zusätzlich als Bewegungsfläche genutzt werden.

 

Unser Hort hat eine Kapazität von 30 Plätzen, betreut durch ein Team von vier pädagogischen Fachkräften.

 

Die Kinder planen und gestalten selbständig und eigenverantwortlich ihren Nachmittag. Die Hortmitarbeiterinnen bieten eine altersspezifische Betreuung nach der Hausaufgabenzeit an.

 

 

Unsere Adresse:

Hort der evangelischen Werkstattkita RingelWerk

(auf dem Gelände der Grundschule Ringelheim)

Silberkamp 2

38259 Salzgitter - Ringelheim

 

 

Unsere Öffnungszeiten in der Schulzeit

Mo-Fr. 12:45 – 16:00 Uhr

 

Unsere Öffnungszeit zu schulfreien Zeiten (Ferien)

Mo-Fr. 8:00 – 16:00 Uhr

 

Schließzeiten werden durch den Träger zeitnah bekannt gegeben und betragen drei Wochen in den Sommerferien und eine Woche über Weihnachten. Zwei Studientage für die Mitarbeiter pro Jahr sind auch in der Schließzeit inbegriffen.

 

 

Tagesablauf in der Schulzeit

• Gemeinsames Mittagessen am gedeckten Tisch

• Hausaufgabenzeit in Kleingruppen mit einem festen Arbeitsplatz

(Klasse 1. + 2. betreute Hausaufgabenzeit / eigenverantwortliche Hausaufgabenzeit für Klasse 3. + 4.)

• Freizeitgestaltung begleitet durch die Erzieherinnen

 

 

Tagesablauf in der schulfreien Zeit (Ferien)

• Zeit in Ruhe „Anzukommen“ / freies Spiel

• Frühstücken

• Projektarbeit oder Freispiel

• Mittagessen

• Projektarbeit oder Freispiel

• Vesperrunde

• ansonsten bitte die aktuelle Ferienplanung beachten

 


Unsere pädagogische Arbeit

Wir als pädagogische Fachkräfte, greifen Schlüsselsituationen im alltäglichen Leben auf und ermitteln gemeinsam mit den Kindern ihre Themen und unterstützen sie bei ihrer Umsetzung.

 

Wir bringen jedem Kind unabhängig von Alter, Nationalität, Religion, Geschlecht und sozialer Zugehörigkeit die volle Wertschätzung entgegen. Wir nehmen die Kinder in ihrer Individualität an und achten sie in ihrer Persönlichkeit, mit ihren Kompetenzen, Fähigkeiten, mit ihren Stärken und Schwächen.

 

 

Ziele der pädagogischen Arbeit

Die Kinder sollen sich zu eigenverantwortlichen, selbständigen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten entwickeln.

 

Unsere Schwerpunkte liegen darin, dass die Kinder:

• sich selbst annehmen mit all ihren Stärken und Schwächen

• zutrauen in die eigenen Fähigkeiten bekommen

• dass die Kinder lernen, Verantwortung für ihr eigenen Handeln zu übernehmen

• alltägliche Erfahrungen und sich daraus ergebende Fragen und Probleme aufarbeiten können

• eigene Grenzen erkennen und Misserfolge ertragen lernen

• Konflikte mit Kindern und Erwachsenen angemessen austragen und verschiedene Lösungsmöglichkeiten entwickeln

• sich mit ihrer Umwelt auseinandersetzen

• eigene Bedürfnisse erkennen und mitteilen können

• Freundschaften schließen und pflegen

• sich durch Bewegung einen Ausgleich zum Schulalltag schaffen

 

 

Beteiligung der Kinder am gemeinsamen Alltag / Partizipation

• Gestaltung und Aufgaben bei den gemeinsamen Mahlzeiten

• Themenangebote mit zu planen und Aufgaben zu übernehmen

• Gestaltung der Ferienzeit

• Unterstützung bei Konfliktbewältigung

• Verantwortung für die Ordnung und das Material in den Räumen

• Spezielle Wünsche (z.B. Anschaffungen) äußern und wichtig machen

• Entwicklung von Gruppenregeln und Umsetzung

• Kasten für Wünsche / Beschwerden

 

 

Regeln für das Miteinander

Regeln helfen den Kindern sich im gemeinsamen Alltag zurechtzufinden. Sie sind Stütze und geben Anhaltspunkte bei Konflikten und bereiten auf das Leben vor.

 

Wir entwickeln mit den Kindern Regeln und besprechen diese gemeinsam.

 

Jedes Kind soll sich so verhalten, das es kein Kind körperlich, seelisch oder verbal verletzt. Die Privatsphäre eines jeden Kindes wird geschützt. Durch die Vorbildwirkung der Erwachsenen erleben die Kinder ein Miteinander, das gekennzeichnet ist von gegenseitiger Achtung und Fairness. Wir legen sehr viel Wert auf einen gewaltfreien und respektvollen Umgang der Kinder untereinander und auch gegenüber Erwachsenen.

 

In regelmäßigen Abständen werden Kinderkonferenzen einberufen. Sie bieten den Kindern die Möglichkeit, Positives, Wünsche aber auch Kritik angemessen zu äußern.

 

Sinn der Konferenz ist es, die Kommunikation untereinander zu fördern und die Kinder am Gruppengeschehen teilhaben zu lassen. Sie lernen sich gegenseitig zuzuhören, ausreden zu lassen und die Meinung anderer zu respektieren. Das Selbstbewusstsein und Gemeinschaftsgefühl wird dadurch gestärkt.

 

 

Religionspädagogik, Feste, Rituale

Wir möchten das Vertrauen der Kinder, ihre Hoffnung und ihr Selbstgefühl stärken.

 

In unserer Begleitung und Haltung als Erzieher soll Gott für die Kinder erfahrbar werden. Spürt ein Kind Geborgenheit, gewinnt es Vertrauen und kann darauf aufbauend sein Leben gestalten. Wir sehen die religiösen Grunderfahrungen im Gesamtkontext kindlicher Bildung. Im täglichen Miteinander werden Nächstenliebe und Toleranz gegenüber anderen Religionen sowie Friedens- und Konfliktfähigkeit gefördert.

 

Anregungen zur Glaubenserfahrung bieten wir durch verschiedene Rituale, wie z. B. Tischgebete, religiöse Lieder, kirchenjahreszeitlicher Schmuck.

 

Feste im Kirchenjahr, wie St. Martin, Weihnachten und Ostern erleben und feiern wir gemeinsam mit dem Kindergarten, der Schule und der Kirchengemeinde.

 

 

Bildung / Bildungsbereiche

Grundlage unserer Arbeit ist der „Niedersächsische Orientierungsplan für Bildung und Erziehung im Elementarbereich“

 

Die Bildungsbereiche sind thematisch in folgende Gruppen untergliedert:

• Motorik

• Emotionen

• Soziales Miteinander

• Kognition

 

Diese Bildungsbereiche überschneiden sich, sie gehen in einander über und vernetzen sich miteinander.

 

Durch diese Verknüpfung der vier Ebenen fördern und erweitern wir die Handlungskompetenz sowie das inhaltliche Wissen der Kinder.

 

 

Zusammenarbeit mit Eltern

Für die positive Entwicklung der uns anvertrauten Kinder, ist die Zusammenarbeit mit dem Elternhaus ein wichtiger Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit. Die Erziehungspartnerschaft zwischen Eltern und Erzieherinnen ist geprägt von gegenseitiger Achtung und Wertschätzung.

 

Folgende Punkte sind Inhalte unserer Arbeit:

• Betreuungsverträge

• Kita-Ausschuss

• Elternsprecher

• Elternversammlung

• Horteinführungselternabend

• Elterngespräche

• Tür und Angelgespräche

• Ausflüge / Veranstaltungen / Feste

• Elterninfo

• Telefonate

• Aushänge an der Pinnwand

 

 

Ferienbetreuung

Um die betreute Ferienzeit besser planen zu können, wird eine Abfrage zur Bedarfserhebung jeweils vor den Ferien erhoben. Sie dient zur besseren Planung und Durchführung der Feriengestaltung. Dazu wird eine gemeinsame Ideensammlung mit den Kindern erstellt und ein Ferienplan mit verschiedenen Aktivitäten/Projekten erstellt.

 

Die Nutzung der Betreuungszeit ist täglich von 8:00 bis 16:00 Uhr möglich.

 

Für das gemeinsame Frühstück, Getränke, Vesperrunde und besondere Aktionen wird vor den Ferien ein „Feriengeld“ eingesammelt.

 

Das Mittagessen ist über den Hortbeitrag geregelt.

 

 

Hausaufgabenzeit zur Vertiefung von Lerninhalten

Unsere Ziele:

• Kinder zu selbständigem Arbeiten anleiten

• Problemlösungen anregen

• Eigenverantwortung stärken

• Eigenmotivation fördern

 

Was können wir dazu leisten:

Die Erzieherinnen betreuen und begleiten die Kinder der Klasse 1 und 2 bei den Hausaufgaben. Sie geben, falls notwendig, Hilfestellung und Unterstützung bei der Erledigung der Hausaufgaben, die je nach Leistungsstand der Kinder individuell sind.

 

Die Kinder aus Klasse 3 und 4 arbeiten eigenverantwortlich an ihren Hausaufgaben und wir Erzieherinnen sind Ansprechpartner bei Problemlösungen.

 

Das Üben für Arbeiten, Achten auf Mappenführung sowie Lesehausaufgaben bleiben im Aufgabenbereich des Elternhauses.

 

Bei uns hat jedes Kind einen festen Arbeitsplatz und die Zeit, die es braucht, um in einer ruhigen Umgebung seine Aufgaben zu erledigen.

 

 

Kooperation mit den Eltern:

• Eltern sollen gemeinsam mit den Kindern auf Ordnung und Vollständigkeit der Arbeitsmaterialien im Schulranzen achten

• Die Endkontrolle / Vollständigkeit der Hausaufgaben ist Elternsache

• Die Erzieherinnen informieren gegebenenfalls die Eltern über das Hausaufgabenheft bei Besonderheiten in der Hausaufgabenzeit

 

Bei Kooperationstreffen zwischen Schule, Kindergarten und Hort werden Inhalte, pädagogische Arbeit und gemeinsame Aktivitäten vereinbart.

 

 

Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung / SGB VIII §8a

Das Thema „Sicherung des Kindeswohl“ ist ein wichtiger Baustein unserer täglichen Arbeit. Alle Mitarbeiterinnen sind über das Thema informiert und durch Weiterbildung geschult.

 

Alle Mitarbeiterinnen haben einen Verhaltenskodex erhalten und entsprechen ihm. Des Weiteren haben alle ein erweitertes Führungszeugnis zur Sicherstellung der persönlichen Eignung laut §72a beim Träger abgegeben.

 

Bei Anzeichen einer möglichen Kindeswohlgefährdung bei den uns anvertrauten Kindern ist jede Erzieherin zur Information an die Leitung verpflichtet. Im fachlichen Austausch erfolgt eine erste Gewichtung der Beobachtungen oder Informationen mit möglichen Maßnahmen.

 

Bei Unsicherheit, in schwierigen Fällen und bei Verdacht auf sexuellen Missbrauch/Gewalt ist die Leitung verpflichtet, das Jugendamt zu informieren bzw. hinzuzuziehen und die Kinderschutz-Fachkräfte der Stadt Salzgitter einzuschalten.

 

Die Einbeziehung der Eltern zur Abwendung der Gefährdung wird in allen Stufen angestrebt; sie erfolgt vorerst nicht, wenn eingeschätzt wird, dass dadurch der Schutz des Kindes nicht gewährleistet werden kann.

 

Die evangelische Werkstattkita Villa RingelWerk hat mit dem Jugendamt der Stadt Salzgitter eine Kooperationsvereinbarung zur Sicherung des Schutzauftrages bei Kindeswohlgefährdung gemäß §8a Abs. 1 SGB VIII, sowie zur Sicherung der persönlichen Eignung von Beschäftigten im Sinne §72a SGB VIII abgeschlossen.

 


Schlusswort

Wir bieten den Kindern den Raum, die Zeit und die Möglichkeit zur individuellen Entfaltung, zur Persönlichkeitsreifung und zur Entwicklung ihrer Fertigkeiten.

 

Dies alles soll mit viel Freude und Spaß bei uns geschehen!